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Osteoporose (Knochenschwund) II

OSTEOPOROSE (Knochenschwund) ist die häufigste Knochenerkrankung in Deutschland. Bei OSTEOPOROSE nimmt die Knochenmasse ab, was sich nachteilig auf Knochenstruktur und Knochenfunktion auswirkt. Das Skelett verliert an Stabilität und das Risiko für Knochenbrüche steigt.

Wer sich gesund ernährt und viel bewegt, kann jedoch einiges tun, um einer OSTEOPOROSE vorzubeugen.

Zu den wichtigsten Formen der OSTEOPOROSE zählen:

  • Die OSTEOPOROSE nach den Wechseljahren (postklimakterische OSTEOPOROSE und
  • die ALTERSOSTEOPOROSE, die etwa ab dem 70. Lebensjahr auftritt.

Insbesondere Frauen nach den Wechseljahren sind von OSTEOPOROSE betroffen, aber auch Männer können am Knochenschwund erkranken.

Eine beginnende OSTEOPOROSE macht sich zunächst nicht bemerkbar – oft stellt der Arzt die Diagnose erst, wenn es schon zu einem Knochenbruch gekommen ist.

Mithilfe von Medikamenten kann man den Knochenstoffwechsel positiv beeinflussen und somit verhindern, dass die OSTEOPOROSE voranschreitet.

Das menschliche Skelett unterliegt ein Leben lang einem ständigen Prozess des Knochenabbaus und des Knochenaufbaus. Etwa bis zum 40. Lebensjahr baut sich mehr Knochenmasse auf als ab. Danach überwiegt jedoch der Knochenabbau. Bei Menschen mit OSTEOPOROSE liegt ein Missverhältnis zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau vor: Sie verlieren viel mehr Knochenmasse als ein gesunder Mensch.

Bei OSTEOPOROSE unterscheidet man zwischen der primären und der sekundären Form, wobei die primäre OSTEOPOROSE wesentlich häufiger auftritt.

  • Symptome

Eine OSTEOPOROSE (Knochenschwund) zeigt kaum Symptome, solange die Knochenmasse lediglich ein wenig vermindert ist. Im weiteren Verlauf macht sie sich allerdings durch Knochenbrüche bemerkbar, die scheinbar ohne erkennbare Ursache auftreten (sog. Spontanfraktur).

Nach einem Knochenbruch können Schmerzen auftreten, die eine weitere Bewegung mitunter unmöglich machen. Sind lange Röhrenknochen betroffen, wie etwa beim Oberschenkelhalsbruch, kann man auf dem Bein nicht mehr laufen. Wirbelkörperbrüche sind dagegen zwar ebenfalls mit starken Schmerzen verbunden – Betroffene glauben hier jedoch häufig, einen Hexenschuss oder Ischias-Schmerz zu haben. Die langfristigen Folgen von Wirbelkörperbrüchen sind:

  • ein Größenverlust über mehrere Zentimeter
  • die Ausbildung eines Rundrückens,
  • eine verstärkte Krümmung von Lendenwirbelsäule nach vorn.

Diese Veränderungen können so weit voranschreiten, dass die untersten Rippen in direkten Kontakt mit dem Beckenkamm kommen.

Um die durch den Knochenschwund verursachten Beschwerden zu lindern, bewegen sich viele Betroffene weniger und nehmen nach und nach eine Schonhaltung an, die wiederum zu schmerzhaften Muskelverspannungen führt. Häufig sind Menschen mit fortgeschrittener OSTEOPOROSE auf die Hilfe angewiesen, was die Lebensqualität erheblich einschränken kann.

  • Therapie

Bei OSTEOPOROSE (Knochenschwund) ist die Therapie abhängig vom Verlauf der Erkrankung. Im Rahmen der Behandlung versucht der Arzt vor allem, den Knochenstoffwechsel zu beeinflussen und Schmerzen zu lindern. Hat die OSTEOPOROSE bereits zu einem oder mehreren Knochenbrüchen geführt, müssen diese versorgt werden. Unbehandelt schreitet der Knochenschwund weiter voran, sodass die Knochen immer brüchiger werden. Daher ist es wichtig, möglichst frühzeitig mit der Therapie zu beginnen.

  • Ernährung

Die richtige Ernährung spielt bei Menschen mit OSTEOPOROSE (Knochenschwund) eine wichtige Rolle. Mithilfe einer kalziumreichen Ernährung können Sie das Risiko für einen Knochenbruch durch OSTEOPOROSE senken. Kalzium ist unter anderem wichtig für den Aufbau und die Stabilität der Knochen. Täglich sollten Sie etwa 1.000 bis maximal 1.500 Milligramm Kalzium mit der Nahrung aufnehmen. Diesen Wert können Sie erreichen, indem Sie kalziumreiche Nahrungsmittel wie Käse, Milch oder andere Milchprodukte zu sich nehmen. Auch in Gemüse wie Brokkoli und Grünkohl ist viel Kalzium enthalten, ebenso in Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide. In Absprache mit dem Arzt können Menschen mit OSTEOPOROSE zusätzlich auf Kalziumpräparate zurückgreifen.

Achten Sie außerdem auf eine ausreichend Versorgung mit Vitamin D. Dieses trägt dazu bei, Kalzium in die Knochen einzulagern. Der Körper bildet das Vitamin zu 90 Prozent selbst, sobald er Sonnenlicht ausgesetzt wird. Lebensmittel enthalten dagegen eher wenig Vitamin D. Im Rahmen einer OSTEOPOROSE-Therapie empfiehlt der Arzt häufig Vitamin-D-haltige Präparate.

Achtung: Kalzium- oder Vitamin-D-haltige Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie generell nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden, da zum Beispiel Menschen mit Nierensteinen keine Kalziumpräparate einnehmen dürfen.

Um OSTEOPOROSE vorzubeugen, ist regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene, kalziumreiche Ernährung und das Minimieren von Risikofaktoren, wie zum Beispiel Alkohol, besonders wichtig. Körperliche Bewegung fördert den Knochenaufbau. Bis zum 40. Lebensjahr ist der Körper darauf programmiert, ständig Knochenmasse zulegen zu können. Je mehr Knochenmasse Sie im Laufe der Jahre durch Sport antrainieren, desto besser.

Fit bleiben mit Sport

OSTEOPOROSE findet sich häufig bei untrainierten, übergewichtigen Menschen. Wer regelmäßig Sport treibt oder sich mindestens 30 Minuten täglich ausgiebig bewegt, hält seine Muskeln fit. Auch der Knochenaufbau wird gefördert.

Da sich ein Knochenabbau im Bereich der Wirbelsäule besonders gravierend auf die gesamte Mobilität des Körpers auswirkt, ist es sinnvoll, im Rumpfbereich mit einem Muskelaufbautraining besondere Vorsorge zu treffen. Nordic Walking eignet sich ebenfalls hervorragend zur Vorbeugung von OSTEOPOROSE. Beine, Arme, Rumpf – alles wird auf sanfte Art gekräftigt.

Wer nicht frühzeitig angefangen hat, Sport zu treiben, für den ist es umso wichtiger, den Körper fit zu halten. Eine kräftige Rumpfmuskulatur gibt der Wirbelsäule zusätzlichen Halt und wirkt Verschleißerscheinungen entgegen.