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Dr. med. Jürgen Sperling
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Extrakorporale Stoßwellentherapie

Unter einer EXTRAKORPORALEN STOSSWELLENTHERAPIE versteht man eine Therapie mit sogenannten STOSSWELLEN – hoch energetische kurze Schallwellen. In der Urologie setzten Ärzte STOSSWELLEN schon seit den 1980er Jahren ein, um Nieren- oder Blasensteine zu zertrümmern.

Seit Ende der 1980er Jahren findet diese Therapiemethode auch in der Orthopädie Einsatz. Damals stellte man fest, dass STOSSWELLEN die knochenbildenden Zellen anregen können und schlecht heilende Knochenbrüche dadurch schneller zusammenwachsen.

Seit kurzem wenden Ärzte dieses Verfahren auch zur Behandlung von Weichteilbeschwerden an – zum Beispiel bei Verkalkungen der Schulter, dem Tennisarm und dem Fersensporn. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für die EXTRAKORPORALE STOSSWELLENTHERAPIE nicht.

Was ist eine STOSSWELLE?

Eine STOSSWELLE ist eine hoch energetische Schallwelle. Sie breitet sich in ihrer Umgebung – zum Beispiel in der Luft – aus und versetzt sich dabei in Schwingungen. STOSSWELLEN begegnen dem Menschen vielfach im Alltag. Sie entstehen beim Knall eines Überschallflugzeugs, aber auch bei der Explosion eines Silvesterknallers.

STOSSWELLEN sind kurze (Dauer zehn Mikrosekunden), druckstarke (Spitzendruck etwa 500 bar) Schallimpulse, die sich durch einen schnellen Druckanstieg (Anstiegszeit <10Nanosekunden) und ein breites Frequenzspektrum (16 Hertz bis 20 Megahertz) auszeichnen.

Wirkungsweise

Ausbreitung, Geschwindigkeit und Reichweite von STOSSWELLEN sind von der Dichte der Materie abhängig, in der sich die Welle ausbreitet. Entscheidend für die Energiefreisetzung im menschlichen Organismus ist der Dichteunterschied zwischen den verschiedenen Geweben. So kann man zwischen „flüssigen Geweben“ (Fett, Muskel, Blut, Wasser) und „festen Geweben“ (Knochen, Nierenstein, Kalk) unterscheiden.

An der Grenze zweier unterschiedlich dichter Gewebestrukturen, zum Beispiel zwischen Knochen und Fett, wird durch Ausbreitungshindernisse die Energie der STOSSWELLE in diesen Strukturen freigesetzt. Im Gegensatz zur Ultraschallwelle geschieht dies nicht nur in Form von Wärme (thermische Energie), sondern auch in Form von Bewegung (kinetische Energie), die der Arzt therapeutisch nutzt.

Die STOSSWELLE besteht aus zwei verschiedenen Anteilen – einer Druck- und einer Zugwelle. Die Druckwelle komprimiert das umgebende Gewebe und bricht die Gitterstruktur von Molekülen auf. Die Zugwelle lässt Gasblasen innerhalb von Kalkstrukturen zusammenfallen (Kavitationsphänomen), die sich nach Ablauf der STOSSWELLE wieder ausdehnen und somit für eine Destabilisierung der Kalkstrukturen sorgen.