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Dr. med. Jürgen Sperling
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Muskelverletzung beim Sport

So gut wie jeder Sportler hat es schon einmal selbst erlebt oder davon gehört. Fast täglich lesen wir von verletzten Leistungssportlern in den Zeitungen.

Während der sportlichen Betätigung als Einzel- oder Mannschafssportler, als Hobbysportler, Amateur oder Profi, beim Training oder Wettkampf, auf einmal zwickt der Muskel im Bein, verkrampft und verhärtet sich oder man verspürt sogar einen messerstichartigen Schmerz, der weitere Aktivität unmöglich macht. Die MUSKELVERLETZUNG.

Doch, was war das? Habe ich einen Krampf, eine Zerrung oder sogar einen Riss und vor allem,
was ist zu tun, und wie lange falle ich für den Sport aus?

Genauso differenziert wie die MUSKELVERLETZUNGEN entstehen können, genauso unterschiedlich sind deren Therapiemöglichkeiten.

Nach neuesten Erkenntnissen unterteilt man die MUSKELVERLETZUNGEN in 4 Grade:

Zur ersten Gruppe zählt man die MUSKELVERHÄRTUNG, die durch eine Ermüdung des Muskels (zu lange oder intensive Belastung, Wechsel des Bodenbelages) oder durch eine fehlgelaufene Stimulation durch Nerven auf Höhe des Rückens (durch Blockierungen oder Bandscheibenprobleme) verursacht werden.

Eine Verletzung zweiten Grades des Muskels ist die sogenannte MUSKELZERRUNG. Hierbei kommt es innerhalb kürzester Zeit zu einer vermehrten MUSKELSPANNUNG in einem Teil des Muskels. Ursache dafür ist eine gestörte Funktion zwischen Nerv und Muskel in der betroffenen Muskulatur, ausgelöst durch unzureichendes Aufwärmen oder schnelle Bewegungswechsel mit überfordern der nervalen Strukturen.

Den MUSKELVERLETZUNGEN Grad 1 und 2 ist gemeinsam, dass es hierbei nicht zu einer Verletzung (Riss) von Muskelfasern und damit zu keinem Bluterguss kommt! Der MUSKELFASERRISS ist die Verletzung im dritten Grad und durch einen plötzlichen messerstichartigen Schmerz im Muskel zu spüren. Dabei kommt es zum Riss von mehreren MUSKELFASERN bzw. MUSKELBÜNDELN und kleineren Blutgefäßen. Als Konsequenz ist durch den erfahrenen Sportmediziner durch Tastbefund und bei der Ultraschalluntersuchung eine Lücke im Muskel tast- bzw. sichtbar. Begleitend gibt es wegen der Gefäßverletzungen einen Bluterguss, der den Heilungsverlauf verlangsamt.

Typ 4 Verletzungen sind die seltenen kompletten MUSKELRISSE oder sehnige MUSKELAUSRISSE.

MUSKELVERHÄRTUNGEN und MUSKELZERRUNGEN heilen innerhalb von 5 Tagen aus, wenn der Heilungsverlauf durch lockere Massagen, Wärmebäder, chirotherapeutische Maßnahmen und leichtes Lauftraining ab dem 2. Tag nach Verletzung unterstützt wird.

Anders ist es bei den Verletzungen ab Grad 3. Ganz entscheidend ist die Akutversorgung bei einem MUSKELFASERRISS (Riss). Ein sofortiges Anlegen einer eiswassergetränkten Kompressionsbinde und Hochlagern der betreffenden Extremität entscheidet maßgeblich über die Dauer der sportlichen Ausfallzeit (PECH: Pause, Eis, Compression, Hochlagern).

Eine Massagetherapie des betroffenen Muskelbezirkes ist in den ersten Tagen wegen der Gefahr einer MUSKELVERKALKUNG zu vermeiden. Ein eventueller Bluterguss sollte durch den Sportmediziner abpunktiert werden. Im Spitzensport werden durch tägliche physikalische Anwendungen, Lymphdrainage, Gabe von Enzympräparaten, Injektionen in den verletzten Muskel und der Wirbelsäule und einer begleitenden Krankengymnastik die Ausfallzeit auf 2 bis6 Wochen verkürzt.

Entscheidend ist vor der Wiederaufnahme der vollen sportlichen Betätigung die komplette Ausheilung der MUSKELVERLETZUNG.